Klingt dein Text nach Maschine? Hier steht, woran es liegt.
Es liegt fast nie an einzelnen Wörtern. Es liegt an vier Mustern, die sich zusammen wie ein Fingerabdruck lesen — und die man auch bei müden menschlichen Texten findet.
„In der heutigen Zeit", „Es ist wichtig zu beachten", „Zusammenfassend lässt sich sagen". Diese Formeln sagen nichts. Sie füllen die Stelle, an der eine Aussage stehen müsste. Streich sie ersatzlos — meistens wird der Satz dadurch besser, nicht schlechter.
Das ist das verräterischste Muster. Maschinell erzeugter Text hat auffällig gleich lange Sätze, oft zwischen 15 und 20 Wörtern, einer nach dem anderen. Menschen schreiben ungleichmäßig: ein langer, verschachtelter Satz, dann ein kurzer. Manchmal sehr kurz.
Dieser Wechsel erzeugt den Rhythmus, den man beim Lesen spürt, ohne ihn zu bemerken. Fehlt er, wirkt der Text flach, selbst wenn jeder einzelne Satz korrekt ist.
„Viele Nutzer berichten von deutlichen Verbesserungen" gegen „Von 33 Klicks im letzten Monat kam kein einziger Verkauf". Der zweite Satz kann nur von jemandem stammen, der es erlebt hat. Zahlen, Daten, Orte, Namen, eigene Fehler — das ist der Unterschied zwischen Text und Erfahrung.
Ein Text, der alles gleich gut findet, klingt nach niemandem. Wer etwas empfiehlt und gleichzeitig sagt, wofür es nicht taugt, klingt nach einem Menschen mit Meinung. Das ist übrigens auch das, was Google unter hilfreichen Inhalten versteht.
Werkzeuge, die Text automatisch „menschlicher" machen, tauschen Wörter gegen Synonyme und stellen Sätze um. Im Deutschen geht dabei regelmäßig etwas kaputt: der Artikel stimmt nicht mehr, das Verb rutscht an die falsche Stelle, der Fall passt nicht.
Das Schlimmere ist aber, dass sich die Bedeutung verschieben kann, ohne dass man es merkt. Aus „ungerade Reihen" wird „gerade Reihen", und die Anleitung ist ab da falsch. Wer die Sprache nicht sicher beherrscht, kann das nicht prüfen — und veröffentlicht dann etwas, das flüssig aussieht und nicht stimmt.
Deshalb markiert dieses Werkzeug nur. Die Entscheidung, was ein Satz sagen soll, bleibt bei dir.
Sie sind unzuverlässig, und für deutsche Texte besonders. Sie stufen regelmäßig Texte von Menschen als maschinell ein, vor allem bei Nicht-Muttersprachlern, die einfacher und regelmäßiger formulieren. Ein Ergebnis von dort ist ein Hinweis, kein Urteil.
Wichtiger: Suchmaschinen bestrafen nicht das Werkzeug, mit dem ein Text entstanden ist, sondern Inhalte, die massenhaft und ohne eigenen Wert produziert werden. Ein sorgfältig geschriebener Text mit KI-Hilfe ist kein Problem. Tausend beliebige Texte pro Woche sind eines.
Nein. Die Prüfung läuft vollständig in deinem Browser. Es gibt keinen Upload und keinen Server im Hintergrund — du kannst die Seite im Flugmodus benutzen.
Die Statistik ja, die Phrasenliste nein — sie ist für deutsche Texte gebaut.
Über 80 ist gut. Unter 60 lohnt sich ein Durchgang. Die Zahl ist aber nur eine Zusammenfassung der Hinweise darunter — die sind das eigentlich Nützliche.